Tribologische Untersuchungen

Zur Messung des Reibkoeffizienten und zur tribologischen Charakterisierung können wir auf zwei Tribometer zurückgreifen. Das Nanotribometer, welches einen ball-on-disk-Aufbau in translatorischer Belastung verwendet, ermittelt den Reibkoeffizient, die Normalkraft und die Tangetialkraft. Der Kraftbereich erstreckt sich von 0.5 µN bis 1 N und die Geschwindigkeit kann von wenigen µm/s bis zu 10 cm/s eingestellt werden. Luftfeuchtigkeit und Temperatur werden parallel dazu erfasst, wobei erstere in einem Bereich von 30 bis 80 % über einen Taupunktregler konstant gehalten werden kann. Mit Hilfe des Nanotribometers wird das tribologische Verhalten laserstrukturierter Oberflächen unter trockenen Bedingungen untersucht. Die Kombination von Langzeittests mittels Nanotribometer mit der Oberflächenuntersuchung des Weißlichtinterferometers ermöglicht es, das Verschleißverhalten von Werkstoffen gezielt zu untersuchen und zu analysieren. Mit Hilfe des Mikrotribometers wird das tribologische Verhalten mikrostrukturierter Oberflächen unter geschmierten und unter trockenen Bedingungen untersucht. Mit Hilfe des Mikrotribometers können der Reibkoeffizient und das tribologische Verhalten unter höheren Lasten charakterisiert werden und lassen so Rückschlüsse auf Notlaufeigenschaften zu. Dazu können Experimente in translatorischer und rotatorischer Bewegungsrichtung durchgeführt werden, wobei die aufgebrachte Normalkraft im Bereich zwischen 1 und 60 N variiert werden kann. Das Mikrotribometer ist in eine Klimakammer integriert, welche die Temperatur im Bereich zwischen 10 und 130 °C und die Luftfeuchtigkeit im Bereich zwischen 20 und 90 % konstant einstellen kann. Damit sind Messungen unter exakten und reproduzierbaren Umgebungsbedingungen möglich.


 


Zuletzt geändert am 12. April, 2011